Was geht? Was kommt? Mein persönlicher Jahresrückblick und Ausblick für 2016

7 Januar 2016 |

Kategorien:Healthy Life, Lektüre

Und schwupps, schon war es da, das neue Jahr! Für mich startete es dieses Jahr ganz ruhig und entspannt in kleinem Kreis, ohne viel Tamtam und Special Effects. Wir hießen es ganz gelassen willkommen und genossen einfach das Zusammensein.

Eigentlich messe ich dem Jahreswechsel ehrlich gesagt nicht allzu viel Bedeutung bei. Ich konnte noch nie so ganz nachvollziehen warum man sich auf den ein oder andern Tag plötzlich viele Vorsätze setzten sollte und alles „besser“ oder „anders“ wird. Hast du dich schon jemals so wirklich anders am 1. Januar gefühlt (außer vielleicht verkatert von der Silvesterfete)?

Aber trotzdem hatte und hat dieser Jahreswechsel doch auch ein wenig Magie für mich. Nicht konkret der Beginn des 1. Januars um zwölf Uhr Nachts, sondern ich verbinde diesen Start für mich ganz persönlich mit einem Wandel in eine neue Lebensphase, die nun eben „zufällig“ mit dem neuen Jahr einhergeht. Tschüss Studium und Fernbeziehung – hallo gemeinsames Leben in Zürich!

Da ich sonst mit privaten Informationen hier auf dem Blog eher sparsam bin und es mir viel leichter fällt fachliche Informationen und Gesundheitstipps zu teilen, möchte ich dich an meinem persönlichen kleinen Jahresrückblick – und noch viel wichtiger- Ausblick für das Jahr 2016 teilhaben lassen.

Was war 2015 los?

Das Jahr 2015 war im Rückblick zvorallem das: ziemlich voll mit großen Ereignissen, wunderbar, energiezehrend, ein Auf und Ab, Abschluss und Neuanfang zugleich!

Ich habe mein Studium endlich abgeschlossen, meine Doktorarbeit erfolgreich verteidigt und all meine Zelte in meiner Uni-Stadt endgültig abgebrochen und dafür hier in Zürich fest aufgeschlagen. Eine lange Studiumsphase ist so also mit Pauken und Trompeten zu Ende gegangen. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte – auch wenn ich immer mal wieder mit dem Studium und der zukünftigen Arbeitsweise als Ärztin gehadert habe (mehr dazu findest du in meinem Bericht über meine Auszeit im Sommer). Die Studiumszeit war vorallem von den wunderbaren Menschen, mit denen ich ein langes Stück Lebensweg mit all seinen Facetten teilen durfte, geprägt.  Danke, dass es euch einzigartigen Personen da draußen gibt – auch wenn wir nun über ganz Deutschland (und in meinem Fall auch über dessen Grenze hinaus) verstreut sind.

Nach meinem Examen ging es mit den großen Ereignissen weiter: Im Sommer habe ich geheiratet! Wir hatten einen wunderbaren Tag im Kreis der Familie, haben die Zeit miteinander sehr genossen und es fühlt sich sehr gut an mit diesem ganz besonderen Menschen an meiner Seite noch enger verbunden durchs Leben zu gehen.

Nach dem Hochzeitsfest haben mein Mann und ich uns zwei Monate Auszeit gegönnt und waren in den Schweizer Bergen. Dort haben wir so richtig die Seele baumeln lassen: Wandern, Biken, frische Luft, Yoga, Baden und einfach nur Sein. Es war unglaublich schön, hat die Energiespeicher gefüllt und vieles wieder in die richtige Perspektive gerückt! Wir planen schon wild unsere nächste Auszeit- diese freie Zeit stellt für uns beide einfach den wahren Luxus im Leben dar.

Den Herbst und Rest des Jahres habe ich, neben der Planung zahlreicher Yoga-und Gesundheitsprojekte, hauptsächlich mit einem verbracht: bürokratischer Organisation!  Was muss an-, um-, ab-gemeldet werden um hier in Zürich fix wohnen zu können? Wo muss welches Dokument eingereicht werden und welches Amt habe ich eigentlich noch nicht besucht oder angeschrieben? Nicht unbedingt spannend, deshalb verschon ich dich mit Details. Ich denke aber, dass ich brav genügend Stempel und Bestätigungen eingesammelt habe um hier zu starten.

Das Jahr schloss ich mit einem Kurzurlaub in den Bergen ab und einem entspannten Weihnachtsfest im Kreis der Familie. Und all meine inneren Antennen haben sich doch langsam auf das neue Jahr bzw. die Lebensphase gepolt…..

 

2016 – was magst du wohl bringen?

Natürlich kann man schlecht in die Zukunft sehen und genau sagen wie es denn wohl werden wird. Nicht umsonst wird der Start in ein neues Jahr ja auch mit einem unbeschriebenen Buch verglichen, welches es zu füllen gilt. Deshalb werde ich dir hier einmal meine Pläne, die ich geschmiedet habe, berichten und dich auf den aktuellen Stand bringen:

Wie schon öfter berichtet, bin ich ein großer Fan der Medizin, der therapeutischen Arbeit und dem Kontakt mit Menschen in diesem Kontext. Mir ist es einfach sehr wichtig einem Beruf(-ung) nach zu gehen , in der ich direkt einen tieferen Sinn erkennen kann. Dieser tiefere Sinn erschließt sich mir aber leider nicht in den aktuellen Arbeitsbedingungen für AssistenzärztInnen im Krankenhaus. Wenig Zeit für Patienten, wenig Prävention und viel Reparatur, viele Überstunden, unplanbare Arbeitszeiten in Form von vielen Nacht- und Wochenenddiensten…ich bin mir sicher, für mich würde das sehr schnell Tschüss Leben und Hallo Burn-out bedeuten. Deshalb habe ich mich ziemlich klar gegen dieses klassische Modell entschieden und nach Wegen fernab der Karriere-Autobahn Ausschau gehalten. Ich habe schon während des Studiums die Basis für meine Selbstständigkeit gelegt und arbeite schon länger als ganzheitlicher Gesundheitscoach, unterrichte Yoga, arbeite als Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstituten und bin im journalistischen Bereich tätig. Alles Herzensdinge, die Spaß machen und genügend Geld zum Leben einbringen.

Trotzdem hat mich der Gedanke nicht losgelassen, dass es doch auch in der Medizinerwelt andere Wege geben muss. Fernab der „Das geht nicht!“ „Das macht man nicht!“ „Wo willst du denn damit hin? Was ist dein Ziel?“ -Parolen.

Und häufig kommt dann ja doch alles so wie es kommen soll: ich habe ziemlich schnell eine tolle und passende Stelle für mich gefunden (oder sie mich, je nach dem wie man es sehen mag)! Ich werde ab Mitte Februar hier in Zürich in einem Zentrum für Neurologie & Kopfschmerzsymptomatiken als Assistenzärztin anfangen zu arbeiten. In einem kleinen entspannten Team mit Top-Ärzten, in einer 50% Anstellung mit geregelten Arbeitszeiten und -am allerwichtigsten – viel Zeit für die Patienten und einer großen Portion Offenheit für eine ganzheitliche Medizin! Es fühlt sich alles sehr stimmig an und ich freu mich wahnsinning auf den Start!

So bleibt genügend Zeit für meine anderen Tätigkeitsfelder. Ich habe für 2016 viele Events und Workshops geplant, es wird ein Retreat auf Mallorca stattfinden und mein erster Onlinekurs „Good bye Sugar“ steht auch in den Startlöchern!

Um meine ayurvedischen Konsultationen und Gesundheitsberatungen nun auch konstanter anbieten zu können, habe ich einen schönen Therapieraum hier in Zürich gemietet und freu mich auch mein ganzheitliches Angebot weiter ausbauen zu können.

Und natürlich bleibt so noch genügend Zeit um ein paar Yogastunden zu unterrichten und weiterhin an meinem Blog und meiner Idee für einen Kurs „Ayurveda für Yoga Teacher“ zu arbeiten!

Für mich ist das in dieser Kombination ein perfektes Arbeitsmodell und ich freu mich auf jeden einzelnen Bereich!

 

Und was sind die guten „Vorsätze“?

Gute Vorsätze im klassischen Sinne habe ich eigentlich nicht, aber ich möchte das neue Jahr gerne mit ein paar Charaktereigenschaften schmücken, die ich versuche jeden Tag zu leben. Weniger funktionieren, fokussiert und klar durch den Tag gehen und wieder etwas mehr Achtsamkeit in den Alltag integrieren.

Ich möchte mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren, die Spaß machen und sich gut anfühlen. Mich weniger Ablenken lassen und mich nicht so sehr in all den Möglichkeiten, die das Leben so bietet verirren. Weniger ist mehr und das dann lieber richtig. Ich neige leider gern dazu mich für viel zu viele Projekte zu begeistern und diese dann auch alle perfekt umsetzen zu wollen. Darum möchte ich mich dieses Jahr nur auf Dinge, aber auch Treffen und soziale Events, Freundschaften, Begegnungen und Beziehungen einlassen, auf die ich wirklich Lust habe, die mich begeistern und inspirieren.

Alles Halblebige, Ungute und Energieziehende möchte ich so gut wie möglich umgehen! Frei nach dem Motto von Marie Forleo & einem Montagsmantra von Fuck Lucky Go Happy:

Wenn es kein „Yeah“ ist, ist es ein klares „No“!

 

In diesem Sinne versuche ich mich etwas mehr treiben zu lassen und freu mich wie wild auf alles, was das neue Jahr so bringen mag!

 

go with the flow or let it go!

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für das neue Jahr, vorallem viel Gesundheit und Zufriedenheit!

Was sind deine Ideen, Vorsätze oder Wünsche für das neue Jahr? Wie bist du gestartet? Lass es mich doch gern in den Kommentaren wissen!

in good health, janna