IN GOOD HEALTH GUIDE: Warum du deine Bodylotion schnell entsorgen solltest

10 Dezember 2015 |

Kategorien:Allgemein

Heute komme ich im GOOD HEALTH GUIDE auf ein Thema zu sprechen, von dem ich selbst ziemlich lang ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung hatte und es dann trotzdem noch eine ganze Weile nicht sehr konsequent in mein Leben integriert habe: Clean Beauty Produkte. Darunter versteht man chemie- und zusatzfreie Kosmetika, die nur aus aus reinen und hochwertigen Rohprodukten bestehen.

Konventionelle Beautyprodukte enthalten einen wilden Mix aus chemischen Zusatzstoffen, billigen Füllmitteln, aggresiven Duftstoffen und ganz vielen unaussprechlichen und komplizierten Inhaltsstoffen.

Laut der Autorin  Anita Bechloch, die das Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ geschrieben hat, kommen wir durchschnittlich allein durch Kosmetik täglich mit ca. 100 verschiedenen Chemikalien in Kontakt!

Würden wir diese Stoffe als Beschreibung auf einer Food-Packung finden, würden wir das Produkt wahrscheinlich niemals kaufen. Aber im Umgang mit Kosmetik ist die Aufklärung da bei weitem noch nicht so reflektiert. Auch „bio“ und „grüne“ Produkte sind von dieser Thematik leider nicht ausgeschlossen. „Natürlich“ bedeutet meist leider alles andere als natürliche Inhaltsstoffe…

Einen ganzen Artikel zu diesem Thema findest du hier von mir im Happy Mind Magazine: Clean Beauty!

Wir achten meist ziemlich genau darauf was wir essen, wollen möglichst wenig Schadstoffe aufnehmen, meiden Plastikflaschen und Co. Das ist super – aber dabei vergessen wir etwas ganz wichtiges: unsere Kosmetikprodukte. Die essen wir zwar nicht, kommen aber über ein Organ ganz eng damit in Berührung: über unsere Haut!

Sie ist unser größtes Organ und ganz aktiv an unserem Stoffwechsel beteiligt. Dass heißt sie nimmt auch Stoffe aus der Umwelt auf – ganz konkret diejenigen, mit denen sie in direkten Kontakt kommt. So funktioniert zum Beispiel auch der Wirkmechanismus von Schmerz- oder Nikotinpflastern.

Und was benutzen wir fast täglich um die Haut geschmeidig zu halten? Genau: Bodylotions und Körpercremes! Aber warum benötigt die Haut das überhaupt grundsätzlich? Parfümierte Duschgels, Heizungsluft, eine falsche Ernährung und eine körperliche Veranlagung können zu einer sehr trockenen Haut führen.

Bodylotions sind dazu gedacht genau dem entgegen zu wirken, die Haut zu pflegen, sie mit Feuchtigkeit zu versorgen und geschmeidig zu halten. Wenn wir unseren gesamten Körper eincremen haben wir somit eine riesige Fläche, die mit einem Produkt in Kontakt kommt, viele Stoffe daraus aufnimmt und davon durchdrungen wird.

 

Welche Inhaltsstoffe enthalten die meisten Bodylotions und wie wirken sie?

Egal ob das Produkt von hochpreisigen Anbietern, einer Biomarke oder aus dem Supermarkt stammt, meist sind folgende Inhaltsstoffe zu finden:

  • Dimethicone (Silikonöl): schwer abbaubar für die Umwelt, hinterlassen einen austrocknenden Film auf der Haut
  • (Methyl-)Parabene: ein Konservierungsmittel, was u.a. hormonelle Wirkungen (in Tierversuchen nachgewiesen) entfalten und sich im Körper ablagern kann
  • Mineralöle: werden eingesetzt um ein samtiges Gefühl (ergo einen schmierig-öliger Film) auf der Haut zu erzeugen
  • Alkohole: als Konservierungsmittel, reizt die Haut und trocknet aus
  • synthetische Duftstoffe: werden verwendet um das Produkt „angenehmer“ für die Sinne zu machen und ein Frischegefühl zu erwecken – sie können aber auch zu Hautirritationen führen
  • Glyceryl Stearate: sind Bestandteil des Palmöls. Das ist zwar nicht direkt kritisch für den Körper, die Produktion kann aber zur Zerstörung von Regenwald beitragen und somit eine erhebliche Belastung für die Umwelt darstellen.

 

Bei vielen dieser Inhaltsstoffe ist zwar keine direkte schädliche Wirkung nachgewiesen oder sie werden in gerade noch erlaubten Mengen verwendet. Allerdings kann auch nicht klar abgesehen werden wie sich der Chemiecocktail in seiner Gesamtheit auswirkt, da immer nur die einzelne Substanz analysiert wird. Zudem stellen viele der Inhaltsstoffe in der Herstellung eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Langfristige Auswirkungen und Folgen sind unüberschauber, denn Labortests können meist nur wiedergeben wie der Organismus kurzfristig auf einen bestimmten Stoff reagiert.

 

Wie finde ich ein cleanes Produkt für die Haut?

Auch hier kann ich Anita Bechloch nur zitieren: „Die Grundregel für die Wahl der Skincare lautet: Was man nicht in den Mund nehmen würde, sollte man auch nicht auf die Haut auftragen!“

Die einfachste Lösung? Steige auf ein hochwertiges Bodyöl um! Als Basis eignet sich dafür Kokosöl, Olivenöl, Sesamöl, Macadamiaöl, Mandelöl oder Jojobaöl, welches den Körper nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt.

Du kannst das Öl entweder pur verwenden oder dir selbst eine passende Variante mischen.

Eine einfache Anleitung findest du hier.

Ich persönlich nutze häufig im Frühling und Sommer ein reines, kühlendes Koksöl und steige in den kälteren Monaten auf ein wärmendes Sesam- oder Mandelöl um. Meinen Guide für Ayurveda-Öle kannst du auf ASANAYOGA nachlesen.

Wenn du ein hochwertiges vorgemischtes Körperöl kaufen möchtest, kann ich dir u.a. die Produkte von Weleda, BalmBalm oder Ambre Botanicals sehr empfehlen. Sie sind vielleicht alle etwas teurer als herkömmliche Bodylotions, haben dafür aber nur reine Inhaltsstoffe und kein billiges Füllmaterial. Du wirst mengenmäßig viel weniger benötigen und deine Haut und Umwelt werden es dir danken!

Was ist dein liebstes Körperöl? Wie versorgst du deine Haut? Lass es mich gern in den Kommentaren wissen!

in good health, janna

 ***Disclaimer: Die von mir empfohlenen Produkte sind keine Werbung, für die ich bezahlt wurde, sondern meine persönliche Empfehlung!***