Samstags-Inspiration: Robin von ASANAYOGA

9 Mai 2015 |

Kategorien:Interviews

Im heutigen Samstags-Interview spreche ich mit Robin, dem Gründer von ASANAYOGA über Gesundheit, eine optimistische Lebenseinstellung und die Fähigkeit lecker und gesund kochen zu können.
Robin hat vor nicht allzu langer Zeit das Onlineportal ASANAYOGA gegründet. Es besteht aus einem Onlineshop, der eine breite Palette an Produkten rund um das Thema Yoga enthält, einem Onlinemagazin/Blog zum Thema Yoga & Ayurveda und bald auch einem Online Yoga Studio (mit Yogasequenzen von Annika Isterling, yeah!).

 Ich schreibe für  ASANAYOGA die Kolumne Ayurvedic Friday mit Tipps und Rezepten aus der Ayurvedischen Medizin (z.B. 8 Dinge, die man in der ayurvedischen Küche beachten sollte, Der Ayurvedische Tageszyklus, Triphala, der Tausendsassa der ayurvedischen Medizin, uvm.)
Robin kann sich also auf allen Ebenen für Yoga und einen healthy Lifestyle begeistern und setzt dies auch gekonnt in seinem Business um. Ein richtig kreativer und spannender Mensch also.
Daer freut es mich sehr euch Robin heute einmal näher in diesem Interview vorzustellen.

Wie bleibst du gesund?

Um Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten, ist Yoga eine tolle Sache. Auch für den Rücken helfen mir viele Asanas gut. Yoga ist damit ein guter Ausgleich zu meinem “Sitzjob” vor dem Computer. Außerdem ernähre ich mich schon seit einer halben Ewigkeit vegetarisch, koche jeden Tag selbst und mache mir oft Smoothies – Hauptsache, es ist bunt, lecker und mit frischen Zutaten.
„Zwei- bis dreimal pro Woche meditiere ich (Meditation der zwei Herzen). Das stärkt Geist und Organe, entspannt und setzt neue Energien frei.“
Krank bin ich nur selten. Vielleicht spielt dabei auch meine optimistische Lebenseinstellung eine Rolle. Und ich lache gern und viel.

Wer oder was inspiriert dich?

Da gibt es eine Menge kluge, reflektierte Denker, weise Philosophen, Yoga-Gurus und auch Freunde, die mir jeden Tag neue Anregungen für mein Leben geben. Eine wichtige Person ist etwa Rich Roll (cooler Vortrag: http://www.mindbodygreen.com/0-14365/why-you-shouldnt-hack-your-life-rich-roll.html), der selbst Veganer und gleichzeitig Sportler ist. Er zeigt uns zum Beispiel, warum der schnellste Weg nicht immer der beste ist. Eine genauso inspirierende Quelle sind Filme, die unser eingefleischtes Denken auf den Kopf stellen und uns in unserem bequemen Kokon aufwecken. So etwa die großartige Dokumentation „Fed up“, in der es um die Missstände in der Lebensmittelindustrie geht. Und zum Glück gibt’s ja eine Reihe von inspirierenden Newslettern wie etwa der von Madhavi und Kaerlighed oder das Montagsmantra von fuckluckygohappy.

 Wie bist du auf die Idee gekommen ASANAYOGA.DE zu gründen?

Das war ein Einfall von Pascal und mir, und zwar vorletzten Sommer. Pascal und ich sind schon seit vielen Jahren befreundet, wir haben auch bereits zusammen gearbeitet.
„Eines Tages saßen wir wieder zusammen und grübelten darüber nach, wie wir in unserem Business das voranbringen können, was uns am Herzen liegt, nämlich mehr Nachhaltigkeit, mehr Frieden und viel mehr Yoga in die Welt zu tragen. So entstand ratzfatz die Idee, einen virtuellen Inspirations-Geber zu schaffen, der sich mit Yoga und einem bewussten und glücklichen Leben befasst.“
Dazu sind wir das perfekte Team: Als Produktmanager bringe cih IT- und Programmiererfahrungen mit, Pascal ist Start-up- und Finance-Experte. Für unseren Shop war daher immens wichtig, dass wir ausschließlich Produkte von Herstellern anbieten, die Wert auf nachhaltige, umweltfreundliche und gesundheitsunbedenkliche Produktion sowie einen coolen Style legen. Im Dezember 2013 gingen wir dann mit Shop und Blog und voller Tatendrang online. Und ein wenig mehr als ein Jahr später haben wir schon über 60.000 Besucher im Monat, so schnell kann das gehen 🙂

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Dass ich freiberuflich von zuhause aus arbeiten kann, genieße ich in vollen Zügen. Mein Tag beginnt meistens schon um 5 Uhr. Ich starte damit, einen original indischen Zungenschaber zu benutzen, dann trinke ich zwei große Gläser warmes Wasser, manchmal mit Zitrone und bereite mein Frühstück zu: Green Smoothie oder Bananen-Feigen-Smoothie mit Reismilch, manchmal auch gibt es ein vegetarisches English Breakfast oder Chunky Chocolate Buchweizen Granola.
Ungefähr jeden zweiten Tag lege ich Vormittags eine Yoga- und Meditationssession ein und setze mich anschließend hochmotiviert und frisch an meinen Computer, um an ASANAYOGA.DE zu arbeiten. Mein Mittagessen koche ich immer selbst. Das kann zum Beispiel eine japanische Soba Nudelsuppe, Linsensuppe oder Pasta mit Currygemüse sein. Eigentlich mag ich am liebsten etwas mit Curry 🙂 Nachmittags bilde ich mich meist fort, indem ich neue Dinge aus den Bereichen Health, IT und Marketing lerne oder mich mit inspirierenden Menschen in Berlin treffe. Abends ist dann wieder Zeit für Shop und Blog.

Was müsste sich deiner Meinung nach in unserem Gesundheitssystem und unserer Einstellung allgemein zum Thema Gesundheit ändern?

Was ich unheimlich wichtig finde, aber meiner Beobachtung nach noch sehr wenig in unserer Gesellschaft verbreitet ist: lecker kochen können. Ich habe so viele Bekannte mit schlechten Essgewohnheiten, was sich tatsächlich negativ auf deren Lebensenergie, auf ihre Aura, auswirkt. Außerdem sind die Leute viel öfter erkältet oder sonstwie krank, weil ihr Immunsystem nicht stabil ist.
„Ich bin der Überzeugung: Wer schon früh lernt zu kochen, schärft sein Bewusstsein für gesunde Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung. Und man kann leckere Sachen ja wirklich in weniger als 20 Minuten zubereiten.“
Außerdem finde ich, dass jeder sich ein “Wohlfühlprogramm” im Alltag einbauen und sich mehr Zeit für sich und seine Liebsten nehmen sollte. Das kommt in unserer Leistungsgesellschaft leider oft zu kurz.
Um zur körperlichen Gesundheit zurückzukommen: Ich überlege mir schon lange, einen Stehschreibtisch (der automatisch hoch und herunterfahren kann) zuzulegen, wie es viele Start-ups im Silicon Valley auch haben. Das viele Sitzen ist auf die Dauer nicht gut. Ich denke, das würde vielen anderen Büromenschen auch helfen.

Vielen herzlichen Dank für das Interview, lieber Robin!