Rezept: Winterliches Rawfood Porridge (vegan)

26 Februar 2016 |

Kategorien:Healthy Food

Aus ayurvedischer Sicht ist gerade die kalte und nass-feuchte Winterzeit eine Jahreszeit, in der besonders viel Wert auf wärmende und aktivierende Lebensmittel und Speisen gelegt werden sollte. Würde man in dieser Saison zusätzlich noch übermäßig viele rohe und energetisch kühlende Nahrungsmittel zu sich nehmen, kann unser Agni (das Verdauungsfeuer) zu sehr belastet werden.

Aber nicht nur in der fernen indischen Philosophie spielt das eine Rolle. Auch hier in der traditionellen westlichen Naturheilkunde werden im Winter eher warme, (ein-) gekochte oder fermentierte Speisen empfohlen.

Ich esse in der kalten Jahreszeit daher meistens morgens ein warmes Porridge, welches ich durch aktivierende und wärmende Gewürze anreichere. So starte ich wohlgenährt mit Power in den Tag und merke, dass es mir unglaublich gut tut. Auf grüne Smoothies, die ich auch sehr gerne mag, habe ich derzeit kein großes Verlangen. Diese Lust meldet sich meist natürlicherweise im Frühling mit den wärmeren Temperaturen wieder.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass in einer abwechslungsreichen Ernährung auch einige wohlüberlegt Rohkostkomponenten im Winter nicht fehlen sollten.

Eines meiner liebsten Frühstückrezepte in dieser Hinsicht das Rawfood Porridge. Anders als beim herkömmlichen Porridge wird dieses nicht gekocht sondern die einzelnen Zutaten über Nacht in Wasser eingelegt. So haben sie genügend Zeit zum aufquellen und wichtige Enzyme werden aktiviert. Dadurch wird es sehr gut verdaulich und randvoll mit wichtigen Nährstoffen.

Dieses Basisrezept ist eine Abwandlung eines Buchweizen Porridge Rezeptes, welches ich bei Green Kitchen Stories, einem tollen Veggie Foodblog, vor Jahren einmal gelesen und für mich weiterentwickelt habe.

Mein Rawfood Porridge ist glutenfrei, vegan und auch ohne Zucker angenehm süß. Es kann in den unterschiedlichsten Varianten kombiniert werden. Deiner Kreativität ist also keine Grenze gesetzt.

Das Rawfood Porridge hält sich gut gekühlt und in einem verschlossenen Glasbehälter ca. 3 Tage. Du kannst es also ruhig auf Vorrat zubereiten.

Rawfood Porridge- Rezept

Zutaten:

 Raw Food Porridge_phixr

  •  zusätzlich noch 200 ml Wasser und 150 ml Pflanzenmilch (oder auch wieder Wasser)

Und so geht es:

  • Lege die Mandeln über Nacht in Wasser ein, so dass sie gerade mit Wasser gut bedeckt sind. Mandeln (und Nüsse im Allgemeinen) enthalten enzymatische Vorstufen, die noch inaktiv sind. Durch das Einlegen in Wasser werden diese Enzyme aktiviert. Die Nüsse keimen quais leicht an. Somit sind die wertvollen Inhaltsstoffe für den Körper zugänglich und die Nüsse besser verdaulich.
  • Vermenge in einer weiteren Schüssel die Chiasamen, die Leinsamen, den Sesam und die Korinthen sowie den Buchweizen. Gebe den frisch gepressten Saft einer Zitrone und einer Orange sowie 200 ml Wasser hinzu. Rühre die Masse gut durch und wiederhole dies nach 5 Minuten.
  • Lasse sowohl die Mandeln als auch den Samen-Getreidemix über Nacht abgedeckt bei Raumtemperatur ziehen.
  • Spüle am nächsten Tag die Mandeln gründlich ab (das Keimwasser kannst du entsorgen).
  • Gebe die Nüsse mit dem aufgequollenen Getreidebrei in einen leistungsstarken Mixer und füge 150 – 200 ml Flüssigkeit (Wasser oder  eine pflanzliche Milch) hinzu.
  • Nun kommt noch ein geviertelter Apfel und optional etwas Zimt und frischer Ingwer dazu. Püriere alle Zutaten bis eine sämige Masse entsteht. Das geht ruckzuck. Je länger du pürierst, desto feiner wird das Rawfood Porridge. Du kannst ganz individuell entscheiden ob du das es gröber und stückig oder ganz samtig und glatt bevorzugst.
  • Gebe das Porridge in eine Schüssel und garniere es nach deinen eigenen Vorlieben (ich habe hier dunkles Mandelmus, etwas Zimt und ein paar Gojibeeren verwendet).

 

Porridge

 

Extra-Tips:

  • Wenn du dein Porridge etwas wärmer bevorzugst, kannst du die Flüssigkeit, die du mit in dem Mixer gibst, vorher auch leicht aufwärmen. Bitte verwende kein kochend-heißes Wasser, das kann einige wichtige Nährstoffe abtöten.
  • Eine gute Freundin von mir nutzt dieses Grundrezept  als gesunde und schnelle Griesbrei Alternative für ihre Kinder. Sie süßt den Brei dann mit Kokosblütenzucker und gibt etwas Kokosmilch hinzu.
  • Du kannst wirklich kreativ mit den Zutaten sein. Wie wäre es mit einer Birne statt dem Apfel? Oder etwas rohem Kakaopulver?

 

Weitere Lesetips zum Thema:

 

Buch-Tip zum Thema Rawfood:

Dieses Buch hat sehr viele unkomplizierte und alltagstaugliche Rezepte. Die Autorin geht das Thema undogmatisch an und verwendet zwischendurch auch geröstete Nüsse, wenn sie es geschmacklich einfach besser findet.

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

 

in good health, janna