Welcome back! Was ich während meiner Auszeit gelernt habe und wie es weiter geht!

1 Oktober 2015 |

Kategorien:Healthy Life

Hallo ihr Lieben, hier bin ich nun wieder. Nach zwei Monate Auszeit, wenig Internet und Handy, keinen Coachings und Seminaren. Und somit auch ein kleines Time-Out vom Artikelschreiben und Social Mediakanäle füttern. Es war eine gute Zeit – aber es ist auch sehr schön wieder hier zu sein!

Heute wird der Post etwas persönlicher, viel persönlicher. Denn ich möchte euch erzählen was mich zu meiner Auszeit und der Sommerpause hier auf dem Blog bewogen hat, wie es mir geht und was Neues kommt. So persönlich zu Schreiben ist eine neue Erfahrung für mich und dieser Artikel schreibt sich nicht so leicht wie andere. Aber trotzdem ist er mir sehr wichtig.

 

Was war los im letzten halben Jahr?

Wenn ich an die erste Jahreshälfte zurück denke, brauch ich einen Moment um überhaupt zu fassen was da alles gleichzeitig los war. Ich habe Vollzeit im Krankenhaus gearbeitet um mein Anerkennungsjahr für mein Studium abschließen zu können. Parallel habe ich als Yogalehrerin, Dozentin und Ernährungs- und Gesundheitscoach gearbeitet.

Dann stand plötzlich mein Examen vor der Tür und ich habe meine Doktorarbeit abgeschloßen. Ach ja, „nebenbei“ habe ich mein neues Baby, diesen Blog hier hochgezogen und mit Passion daran gesessen. Aufgrund meiner Fernbeziehung bin ich zudem die ganze Zeit zwischen Ruhrgebiet und Zürich gependelt.
Es war also, bescheiden gesagt, ziemlich was los. Mir hat jedes Element für sich viel Spaß gemacht und wahnsinnig viel Energie gegeben. Naja vielleicht bis auf die intensive Lernerei für das Examen.
Ich hab mich weder überfordert noch erschöpft gefühlt, sondern diese busy Zeit wahrlich genossen. Wenn Freunde mich erstaunt fragten wie ich das denn alles schaffe, war ich immer irgendwie ein bisschen verblüfft. Wie kann man denn all die Dinge, die man liebt nicht schaffen? Und was bedeutet „schaffen“ in diesem Kontext überhaupt? Mein Tag hatte 24 Stunden und die waren reich und effektiv mit vielen schönen Dingen gefüllt. So sah ich das und so fühlte ich das.

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doktore

Doch dann kam ein Einbruch.

Schon während meines ersten Examenstags fühlte ich mich kränklich und sehnte mich während der langen mündlichen Prüfung nach meinem Bett. Die gestellten Fragen beantwortete ich teilweise im Automodus und ohne viele Ambitionen. Abends fiel ich totmüde ins Bett. Am zweiten Tag ging ich mit Fieber und vollgepumpt mit Medikamenten zur Prüfung. Hauptsache durchhalten, dann war es rum. Eine Aktion, die ich niemals einem Patienten oder sonst irgendjemand raten würde, aber ich wollte unbedingt diese Prüfung abschließen. Sonst hätte ich erst in einem halben Jahr wieder antreten können. Irgendwie hat es dann auch recht zufriedenstellend geklappt.

Anschließend lag ich zwei Wochen mit hohem Fieber und völlig platt im Bett. Meine Examensfeier fiel flach und auch eine Stipvisite als Patientin ins Krankenhaus blieb mir nicht erspart. Da merkte ich überdeutlich, dass es Zeit war für eine Pause war. Nur Powern geht einfach nicht. Ich fühlte mich zwar nicht ausgebrannt oder komplett erschöpft, aber es war an der Zeit die Batterien wieder einmal gehörig aufzuladen.

Mein Mann und ich hatten eh für den Sommer zwei Monate Flitterwochen in den Schweizer Bergen geplant. Das traf sich gut. Doch ich hatte mir diese Zeit mit jeder Menge Sport, Überarbeiten meiner Homepage, fleißiges Werkeln und Schreiben für den Blog und der Planung meiner Projekte für den Herbst vorgestellt. Und ich freute mich darauf!

 

 

Schnell wurde mir klar: das wird so nicht funktionieren.

Jede kleine Anstrenung war mir eigentlich zu viel, ich wollte nur Schlafen, gut Essen, meine Ruhe haben und ausgedehnte Spaziergänge machen statt irgendwelche Gipfel zu erklimmen oder den Laptop aufklappen (außer um eine Serie zu schauen). Und genau das tat ich die ersten beiden Wochen auch. Da merkte ich wie gut mir das tat und wie sehr mir das im letzten Jahr gefehlt hatte. Einfach einmal rumgammeln und nichts tun (müssen). Meistens habe ich durch Yoga und Meditation relativ ruhig und zentriert durch den Alltag gehen können, aber so eine komplette Entspannungs- und Regenrationsphase? Die gab es dann doch nicht.

Nach den zwei Wochen beschloß ich einfach genau so weiterzumachen. Kein Schreiben, kein Arbeiten, keine Verpflichtungen und – was mir doch schwer viel – keine Zukunftspläne schmieden. Daher gab es auch diese Sommerpause auf dem Blog. Ich habe lange überlegt ob ich das wirklich mache. Es wird einem ja überall suggeriert, dass man das bloß nicht machen sollte. Wegen der Kontinuität, den Leserzahlen und überhaupt. Doch dann merkte ich, dass ich darauf wirklich pfeiffen sollte. Mein Blog, meine Vorstellungen, mein Ding. Punkt.

Und so verbrachte ich die nächsten Wochen mit viel Ruhe, unfassbar schönen Berg- und Mountainbiketouren, wunderbaren Menschen und vielen Büchern, die ich seit langem lesen wollte. Es war grandios!! Und die Energie kehrte nach und nach wieder.

Ich hatte viel zeit zum Nachdenken und erkenntnisreiche Gespräche mit Freunden und Familie.

lej marsch

 

Vieles ist mir während dieser Zeit so richtig klar geworden. Was macht mein Leben aus? Wo will ich hin?

Die folgende Punkte waren für mich dabei ganz entscheidend. Vielleicht kommen sie für dich auch gerade richtig?

Entspannung und Auszeit sind so wichtig! Egal wann, egal wie, ich achte darauf, dass meine Batterien zwischendurch mal wieder so richtig aufgeladen werden.

Überhol dich nicht selbst bei der Umsetzung deiner Projekte und Arbeit. Wenn es nach mir ginge würde ich alles sofort auf einmal machen wollen. Alles Step by Step angehen, etwas auch einmal ruhen und gedeihen zu lassen fällt mir schwer. Dabei können die wirklich tollen Dinge nur so richtig wachsen. Oder hast du eine Rose schon mal innerhalb einer Stunde wachsen und blühen sehen?

Perspektivenwechsel helfen den Blick zu schärfen. Hier in den Bergen war ich von einer anderen Sorte Mensch umgeben als in der Stadt. Einige sind hier weil sie die Natur sehr lieben und dafür lieber bei Job und Karriere zurückstecken. Eine bewusste Entscheidung für das tägliche Glück und gegen die große Karriereleiter. Sehr erdend!

Was willst du wirklich? Dieses ruhige Leben hat mir klar aufgezeigt wie ich mir meinen weiteren Weg wünsche, was mir wichtig ist und welche Zweifel völlig hausgemacht in meinem Kopf existieren ohne wahrscheinlich jemals real zu werden.

Wie definierst du Karriere? Unsere Gesellschaft ist sehr karriere-und leistungsorientiert. Höher, schneller, weiter im Job und Privatleben. Wer oben angekommen ist, der hat es geschafft. Aber liegt die wahre Leistung nicht eigentlich darin den Mut zu haben sich von der gesellschaftlichen Meinung abzukehren und Karriere für sich selbst zu definieren? Kann Karriere nicht auch einfach ein glückliches, erfülltes Leben ohne Stress, mit einer Teilzeitstelle und viel Kontakt zur Natur bedeuten? Wer, außer dir, sollte für dich definieren was dir Karriere bedeutet? Genau, niemand!

Was zählt am Ende? Dass du glücklich durch dein Leben gegangen bist oder die Erwartungen anderer erfüllt hast? Die Erwartungen anderer bleiben die Erwartungen anderer!

 

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Obwohl diese Erkenntnisse für mich natürlich nicht ganz neu waren und ich mich mit diesen wichtigen Fragen schon viel auseinandergesetzt habe, haben sie mich in dieser intensiven Zeit nochmals gestärkt wirklich mein Ding zu machen und in mein Inneres zu hören, statt den lauten trubeligen Meinungen um mich herum zu viel Raum zu geben. Konstruktive Ratschläge gerne, aber mehr nicht.

Daher steht für mich fest, trotz Top-Studium mit tollem Abschluss und Doktortitel kann ich mir derzeit nicht vorstellen in einem großen Krankenhaus anzufangen, dort meine Dienste abzustottern und nicht zu wissen wie ich nächsten Monat arbeite. Hallo Hamsterrad! Das Studium hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Privileg nutzen durfte und würde es immer wieder tun. Und ich brenne nach wie vor für die Medizin, aber nicht so.

Ich mach lieber weiter mein eigenes Ding. Das ich liebe und was mich jeden Morgen begeistert aus dem Bett springen lässt: Ich werde meine Selbstständigkeit weiter ausbauen und als Gesundheits- und Ernährungsberaterin für Einzelpersonen und Firmen arbeiten, Yogaunterricht geben, Workshops zum Thema Prävention veranstalten und als Dozentin für Yogaschulen und Gesundheitsinsitute Wissen weiter vermitteln. Das macht mich glücklich und erfüllt mich. Bisher ist es wunderbar gelaufen und ich freue mich nun viel mehr Zeit für spannende Aufträge und Beratungen zu haben.

 

Brauchst du Unterstützung bei deinem gesunden Leben? Hast du Fragen zu deiner richtigen Ernährung, die Spaß macht? Dann melde dich bei mir! Es gibt noch ein paar freie Beratungstermine (auch per Skype) im Oktober!

 

Ich möchte jede Minute damit verbringen was mir wirklich Spaß macht, denn viel zu schnell kann alles vorbei sein.

Und natürlich schreibe ich ab jetzt wieder regelmäßig hier über ganzheitliche Gesundheit, Yoga und Ayurveda. Für die nächsten Monate habe ich schon ein paar wunderbare Ideen, die ich bald mit dir teilen möchte!

Ich möchte dir helfen durch einfach Tipps dein Leben gesünder zu gestalten, dich mit Genuss gesund zu ernähren und entspannt durchs Leben zu gehen.

Hast du Themen, die dich besonders interessieren oder dir unter den Nägeln brennen? Auf was wolltest du schon immer eine Antwort?
Lass es mich wissen, ich freu mich über eine Nachricht von dir.

 

Ich wünsche dir heute, dass du deinen eigenen Weg gehst!

in good health, janna