Yvonne Lamberty über die Kraft der Mandalas

4 Mai 2016 |

Kategorien:Healthy Mind, Interviews

Ich muss zugeben, dass ich Mandalas früher als bunte esoterische Bildchen gesehen und deren tieferen Hintergrund überhaupt nicht begriffen habe. Sie haben mich einfach in keinster Weise angesprochen.

In einer psychiatrisch-neurologischen Klinik habe ich bei einem Praktikum erstmals wieder Kontakt mit Mandalas gehabt. Dort wurden in einer der künstlerischen Therapiestunden die Patienten angeleitet diese auszumalen.

Die Therapeutin erklärte mir, dass die symmetrischen Formen und verschiedenen Farben einen beruhigenden Effekt haben können und sie diese daher gerne verwendet. Dies ließ Mandalas für mich wieder in eine andere Perspektive rücken und machte mich neugierig.

Dann bekam ich von einer meiner Yogaschülerinnen eine Mandala-Karte geschenkt, die mich sofort unglaublich angesprochen hat, da das Design so ganz anders war als vieles, was ich bisher kannte. Die Mandala-Karte floss sogar einige Zeit in meine tägliche Meditation ein.

Vor einiger Zeit entdeckte ich in einem Artikel von Jenny von I LOVE SPA tatsächlich diese Art von Mandala wieder und beschäftigte mich erstmals mit der tieferen Bedeutung von Mandalas und der Künstlerin, Yvonne Lamberty, die diese wunderschönen und einzigartigen Mandalas kreiiert und diese Yandalas nennt.

Ich habe sofort Feuer gefangen, denn einiges, was mich damals innerlich intuitiv bei der besagten Mantra-Karte angesprochen hat, fand sich wieder.

Mittlerweile ist der unfassbar schöne XXL-Mandala-Pouf von Yvonne mein liebster Rückzugsort zum Meditieren, Lesen und Tagträumen. Er ist ziemlich groß und sehr bequem und das aufgedruckte Mandala beruhigt und zentriert mich.

 

mandala pouf

 

Natürlich ist der Pouf preislich eine kleine Investition, aber ich kann dir sagen, dass es sich für dieses Goldstück wirklich lohnt.

All diese positiven Erfahrungen haben mich dazu bewegt dir Yvonne Lamberty, ihre Arbeit und die tiefe Bedeutung von Mandalas einmal näher vorzustellen und freue mich, dass sich Yvonne gleich für ein Interview bereit erklärt hat.

 

Liebe Yvonne, ich bin ein großer Fan von deiner Kunst und verfolge deine Arbeit schon länger. Stell dich doch bitte einmal der IN GOOD HEALTH COMMUNITY vor:

Vielen Dank liebe Janna!
Ich bin Yvonne Lamberty, 33 Jahre, lebe und male in meinem Atelier in Norddeutschland und komme gebürtig aus der schönen Eifel. Schon seit meiner frühesten Kindheit male ich Mandalas frei aus der Hand. Nur früher wusste ich noch nicht (auch meine Familie nicht), dass es einen Bedeutung für meine kleinen Zeichnungen gab.

 

yandala wandild 2

 

 

Im Hinduismus und Buddhismus gelten Mandalas als spirituelle Symbole, die in den unterschiedlichsten Kontexten zu finden sind. Was ist ein Mandala genau?

Der Begriff „Mandala“ kommt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet „Heiliger Kreis“ oder „Zentrum“. Man findet ihn aber in vielen verschiedenen Kulturen. Man sagt, dass die ältesten Mandalas schon in der Steinzeit entstanden sind. Das Wort Mandala beschreibt eine gleichbleibende Gesetzmäßigkeit in der Symbolik. Es gibt immer eine Mitte und darum herum wiederholen sich die Symbole. So kann eine Blume wie z. B. ein Gänseblümchen oder eine Seerose auch ein Mandala sein. Wir finden viele Mandalas in der Natur. Weil diese Kreissymbolik seit Menschengedenken eine Anziehung auf uns hat, haben wir sie auch in der Architektur verwendet. Besondere Gebäude von oben betrachtet, besitzen die Form einer Mandala-Symbolik, wie z. B das Taj Mahal.

 

Ich war vor ein paar Jahren im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Es ist das größte Kunstmuseum der USA und besitzt eine bedeutende kunsthistorische Sammlung aus aller Welt. Es war einfach faszinierend, durch die verschiedenen Kunstepochen zu gehen und dabei versteckt auch Mandalas zu entdecken.

 

yandala pocket trio

 

Mandalas sind nicht nur ein heiliger Bestandteil in fernöstlichen Lebensphilosophien, sondern werden auch in der westlichen Welt zur Meditation, Stressreduktion aber auch in verschiedenen Therapiekonzepten verwendet. Was für eine Wirkung können Mandalas haben?

Wenn ich es rückblickend aus meiner Sichtweise betrachten darf, sah ich mich bei einigen Aussagen von Carl Gustav Jung bestätigt. Der Tiefenpsychologe war ein Pionier auf dem Gebiet der Erforschung des menschlichen Unbewussten. Er fand heraus, dass Mandalas tief greifende Heilungsprozesse auslösen können, und dass das Mandala uns hilft, die Anlagen unserer Persönlichkeit zu verwirklichen. Er sagt:

„Das Mandala ist das Zentrum, der Weg zur Mitte, zur Individuation. „

Dadurch, dass der Blick des Betrachters automatisch immer wieder in die Mitte gelenkt wird, bekommen wir durch das Malen oder Betrachten dieser Symbolik einen Kontakt mit uns selbst. Ein Mandala hat die Kraft uns zu beruhigen, zu zentrieren und zu harmonisieren. Die Gedanken werden ruhiger und man kann besser ins Unbewusstsein abtauchen.

Ich glaube fest daran, dass die Beschäftigung mit Mandalas die Intuition stark fördert. Der Intuition wieder mehr zu vertrauen und dieser Stimme zu folgen ist meines Erachtens von unschätzbarem Wert. Vor allem in einer Welt, die uns lehrt, mit dem Verstand zu handeln. Doch der Verstand ist begrenzt und führt oft auch zu Angstgedanken. Die Intuition hingegen weiß mehr! Woher genau, wissen wir nicht.

Es ist ein Bauchgefühl oder Instinkt, dem man vertraut und folgt. Für mich ist es das Spannendste, sich von diesem „Gefühl“ führen zu lassen. Dadurch sind in meinem Leben viele schöne Wunder passiert.

 

Du nennst deine Mandalas „yandalas“ und deine Bilder haben alle einen einzigartigen und unverwechselbaren Stil. Warum nennst du deine Kreationen so und was inspiriert dich zu diesem Stil?

Oh, herzlichen Dank Janna!

In der Vergangenheit inspirierten mich vor allem meine Gefühle und Empfindungen.
Ich male Mandalas seit meinem 11. Lebensjahr. Frei aus der Hand ohne irgendwelche Hilfsmittel. Sie hießen in meiner Familie immer „die Dinger“, weil keiner wusste, was ich so zeichnete. Ich habe mir also nie bewusst „abgucken“ können wie Andere Mandalas malen. Somit ist irgendetwas aus mir herausgesprudelt, was ganz pur und unbeeinflusst in der Freude am Malen wachsen durfte. Ich spürte schnell, dass diese „Dinger“ mich in meine Welt entführten und mich verzauberten. Dort in mir lag ein noch nicht verarbeitetes Erlebnis. Ich hatte in jungen Jahren ein Nahtoderlebnis und mich liess die Erinnerung an dieses besondere Licht nicht mehr los. Ich spürte, dass es mehr geben musste als ich verstehen konnte. Dieses Licht war so überwältigend schön, dass es eine Sehnsucht in mir entfachte. In meiner Kreativität kann ich mich damit verbinden und dieses fantastische Erlebnis in meinen yandalas ausdrücken und mit Menschen teilen. Daher leuchten meine yandalas aus ihrem Inneren. Eine solche Symbiose zwischen Licht und Mandala gab es so bislang noch nicht. Ich folgte meinem Impuls und nannte meine Mandalas „yandalas“. Das „y“ steht für meinen Namen, der mit „y“ beginnt und endet.

 

ein guter plan

 

In welcher Form kann man den wohltuenden Einfluss von Mandalas in mein Leben integrieren?

Im Prinzip überall!
Zum Beispiel zuhause, im Büro, in Yogastudios, in therapeutischen oder vielen anderen Einrichtungen. Mandalas haben eine meditative Wirkung, strahlen positive Energie und Lebensfreude aus. Auch vor dem Schlafengehen kann man sich mit einem Mandala entspannen. Die großen yandala® Sitzkissen laden auch wunderbar zum Meditieren ein.
Und Yandalas wollen vor allem direkt ins Herz leuchten und die Intuition beflügeln.

 

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? Praktizierst du eine spezielle tägliche Routine?

Nein, Routine kenne ich nicht.
Ich lebe meine Intuition. Am liebsten würde ich den ganzen Tag malen.
Und wenn ich ein persönliches yandala Original male, tauche ich ganz ein und konzentriere mich auf die Person, für die ich male.

 

Was ist dein liebstes…..

Mantra? Aktuell: RaMaDaSa

Buch? Gerade im Moment : Der Mensch und seine Symbole von C.G Jung

Element? Feuer

Farbe? Bunt

 

Hier findest du Yvonneyandala icon

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Buchempfehlungen zur Kraft der Mandalas
Mandala – Bilder aus dem Unbewussten von BC.G Jung
Arbeitsbuch zu Mandala Therapie von Rüdiger Dahlke

 

in good health, janna