Ayurvedische Psychologie: Dein Kickstarter für das neue Jahr

17 Januar 2017 |

Kategorien:Healthy Mind

Zunächst einmal möchte ich dir nochmals auf diesem Weg – auch wenn der Januar nun schon ein paar Tage alt ist – ein frohes neues Jahr mit viel Gesundheit und Zufriedenheit wünschen. Ich hoffe du hattest einen feinen Start! Wahrscheinlich hast du dir auch ein paar gute Vorsätze und Intentionen gesetzt, oder?

Die letzten Wochen habe ich ein tolles Buch gelesen: Die mentale Kraft des Ayurveda von Janesh Vaidya. Ich kann es nur empfehlen, denn es enthält viele tief gehende Ansichten. Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und dazu bewogen, für diesen Jahresstart die Grundlagen der ayurvedischen Psychologie zu nutzen, um zu reflektieren was war, was ist und was kommt.

Simone vom Blog Amy`s Love hat – inspiriert von dem selben Buch – übrigens einen schönen Bericht über Begegnungen und Veränderungen geschrieben.

 

Da es mir sehr geholfen hat, möchte ich diese Perspektive und Ansichten heute gern mit dir teilen, denn du kannst sie jetzt immer noch gut anwenden.

 

Ayurvedische Psychologie, was ist das?

Die ayurvedische Psychologie ist in unseren Breitengraden zwar nicht so verbreitet wie die Ernährungsweise und die Reinigungstechniken, sie ist aber nicht minder wichtig.

Wir können schließlich nur von ganzheitlicher Gesundheit sprechen, wenn neben Körper auch Geist und Seele rundum zufrieden und in Balance sind.

Die drei bekannten Doshas Vata, Pitta und Kapha beeinflussen auch unsere geistigen Fähigkeiten und unsere Psyche und bestimmen erheblich unseren Körper, Geist und Seele.

Kapha verleiht Struktur und Substanz. Es steht im mentalen Bereich zum einen für das physische Gehirn an sich und bildet somit eine wichtige Grundlage. Des weiteren ist Kapha auch für das Durchhaltevermögen, das Langzeitgedächtnis und eine ausdauernde Lernfähigkeit wichtig. Ohne die erdende Kraft von Kapha wäre es uns nicht möglich, Erfahrungen und Eindrücke langfristig zu speichern und aus diesen letztendlich unsere Beurteilungskraft zu formen.

Vata steht für Bewegung und Dynamik. Im Nervensystem ist es daher für die Übertragung der vielen kleinen Impulse zwischen den einzelnen Neuronen zuständig. Auf geistiger Ebene verleiht Vata Kreativität, Offenheit für Neues, Flexibilität und Neugier. Zudem steht Vata durch seine luftige Komponente im engen Zusammenhang mit unserem ätherischen Geist und unserer Spiritualität.

Pitta gibt uns das notwendige geistige Feuer. Dieses benötigen wir für unseren mentalen Stoffwechsel. Pitta hilft uns äussere Eindrücke wahrzunehmen und entsprechend zu verarbeiten. Unsere Intelligenz und geistige Aktivität ist sehr eng mit diesem Dosha verknüpft. Aber auch unser Ehrgeiz, unsere Leidenschaft und Passion, die uns helfen, Projekte und Aufgaben erfolgreich durchzuführen.

 

Gesundheit und Glück im 21. Jahrhundert

Unsere Arbeits- und Lebensweise ändert sich zunehmend, immer mehr Menschen gehen ihrer Leidenschaft nach statt in einem Job, der so gar nicht zu ihnen passt und ihre Lebenszeit vergeudet.
Wir werden immer ortsunabhängiger, flexibler und gestalten das Leben nach unseren eigenen Vorstellungen.

Das Gesundheitsbewusstsein, spirituelle Themen und allgemeines Bewusstsein wird immer grösser.

Auf der anderen Seite wird unsere Gesellschaft doch in vielen Bereichen zunehmend unglücklicher. Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Depression und Burnout nehmen immer mehr zu.

 

Zeit zu handeln!

Die Umstände machen es nicht immer leicht, sich zurecht zu finden und seinen Weg zu gehen. Daher möchte ich dich in diesem Artikel dazu einladen deinen eigenen Standort zu definieren, deine Wünsche klar zu benennen und Ziele zu setzen. Denn nur wenn du dir darüber im klaren bist, kannst du die richtige Basis für ein gesundes Leben schaffen.

 

Was macht DICH glücklich und zufrieden?

 

Im Hinduismus gibt es drei grosse Gottheiten, dich ich dir für die Beantwortung dieser Frage anhand eines ayurvedischen Konzeptes gerne vorstellen möchte.

Hinweis! Du musst nicht gläubig sein oder dem Hinduismus angehören, um hiermit etwas anfangen zu können. Sieh es mehr als einen philosophischen Ansatz aus der Mythologie und der spirituellen Seite des Ayurveda.

Shiva, der Zerstörer
Vishnu, der Erhalter
Brahma, der Schöpfer

 

Diese drei Gottheiten symbolisieren eine vollkommene Einheit, denn nur wenn sich Dinge auflösen, kann daraus etwas Neues entstehen. Nur wenn sich Dinge verändern und anpassen, können diese erhalten bleiben und sind beständig.

 

By Salu1001 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons
Shiva

Da die medizinische und spirituelle Praxis ist im Ayurveda eng miteinander verknüpft ist, werden diese drei Götter auch je einem Dosha zugeordnet. Denn auch die Trinität aus den drei Doshas für das Ganze.

Kapha erdet und gibt Struktur und unerliegt Brahma.

Pitta transformiert und verändert und ist mit Vishnu verknüpft.

Vata initiiert Bewegung und ist mit Shiva verbunden.

 

Reflektion nach der ayurvedischen Psychologie

Zu Beginn des neuen Jahres sind wir natürlich alle stark von der Brahma-Energie – also der schöpfenden Qualität – beeinflusst. Um aber mit einer fokussierten Vorstellung Neues schöpfen oder Pläne umsetzen zu wollen, ist es wichtig auch die anderen beiden Bereiche zu reflektieren. Daher habe ich dir im folgenden zu jedem Dosha-Gott-Prinzip ein paar wichtige Fragen zur Reflexion zusammengestellt.

 

janna trimurti

 

Die Fragen können dir helfen dich gezielter für all deine neuen Pläne und Wünsche einzustimmen: Altes hinter dir zu lassen, Platz für Neues zu schaffen und Bewährtes zu erkennen und zu pflegen.

Du brauchst für diese Übung nur etwas Ruhe, eine Notizbuch oder Zettel und los kann es gehen. Ich wünsche dir viel Spass bei dieser etwas anderen Art der Reflexion und natürlich viele neue Erkenntnisse.

 

Vishnu & Pitta – was kann bleiben? Was bildet meine Basis?

• Was sind die drei wichtigsten Erkenntnisse meines Jahres 2016?
• Was habe ich nach meinen Wünschen umgesetzt?
• Worauf bin ich stolz?
• Wofür bin ich dankbar?

 

Vata & Shiva – was darf gehen? Wovon verabschiede ich mich ohne Missmut?

• Was würde ich rückblickend anders machen?
• In welchen Bereichen habe ich nicht zu 100% authentisch nach meinen Vorstellungen gelebt?
• Welche Lebensbereiche möchte ich mehr nach meinen Vorstellungen gestalten?
• Von welchen Routinen, Dingen, Menschen etc. möchte ich mich lösen, da sie mir nicht gut tun und Energie ziehen?

 

Brahma & Kapha- wo soll meine Reise hingehen? Welche Visionen habe ich?

• Was wünsche ich mir für das Jahr 2017?
• Wofür möchte ich mir mehr Zeit nehmen?
• Was möchte ich Neues lernen?
• Was will ich weitergeben?

 

Hinweis für Yoga Lehrer

Die hier wiedergegebenen Infos sind ein kleiner Einblick in die Ayurveda Ausbildung für Yogalehrer, die im Juli 2017 startet. Ein paar wenige Plätze sind noch frei.

Hier findest du mehr Informationen zur Online Ausbildung für Yogalehrer.

in good health, janna